Review Rock

Laetitia Sadier

Something Shines

Drag City • 2014

Als Laetitia Sadier im vergangenen Jahr auf dem Album von Tyler, the Creator auftauchte, war das schon sehr überraschend. Hat die ehemalige Chanteuse von Stereolab vor, sich musikalisch nach so langer Zeit im Business noch umzuorientieren oder zumindest frische Anknüpfungspunkte zu ihrem bisherigen Schaffen zu suchen? Das neue Album »Something Shines« gibt darauf eine deutliche Antwort: Nein, an den Fixpunkten ihres Sounds wird nicht gerüttelt. Im Gegenteil bleibt sich Sadier absolut treu und trägt das Erbe von Stereolab mit ihrer Solokarriere konsequent weiter. Ihre manchmal an Nico erinnernde Stimme wird wohl auf ewig mit ihrer Ex-Band assoziiert werden und eine klare, transparente Produktion ergibt das typisch warme, organische Klangbild. Seit dem Ende der Band versucht Sadier, die vormals eben von Stereolab besetzte Nische allein auszufüllen. Schließlich gibt es nach wie vor nicht gerade ein Überangebot an beschwingtem Indie mit Anleihen aus 60ies-French-Pop, Easy Listening und Soundtracks. Die Enge dieser Nische wird wohl verhindern, dass Sadier auch im Mainstream Erfolge feiert, verdient hätte sie es. »Something Shines« wird daran nichts verändern, ist es lediglich ein nettes, unterhaltsames Werk geworden (auch wenn die Texte sozialkritische Themen behandeln), was allerdings nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

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