Review

FaltyDL

Hardcourage

Ninja Tune • 2013

Irgendwie nichts Neues im Hause FaltyDL. Wie ein Getriebener rast Drew Lustmann weiterhin auf seinem dritten Album »Hardcourage« durch Hunderte seinen Synapsen entspringenden Soundideen. Auf dem mit verspielten Melodien, warmen Flächen und abwechlungsreichen Drumpatterns aufgeladenem ersten Teil des Albums bildet House die Schnittmenge, zum Ende hin öffnet sich der New Yorker weitgehend den Strukturen, lässt Brüche und längere Off-Zeiten einkehren. Häufig steigt er dabei sofort in den Track ein und gönnt ihm keinen stringenten Aufbau. Das soll nicht als Kritik verstanden werden, denn das ist sein gutes Recht. Aber irgendwie doch bezeichnend, dass die beiden Albumhighlights »Finally Some Shit/The Rain Stopped« und »Straight & Arrow« gerade deutlich linearer agieren. Schritt für Schritt aufgebaut, bleibt den Tracks (Vorsicht Plattitüde) die Zeit zum Atmen. Gerade »Finally Some Shit/The Rain Stopped« sticht hier hervor, das die weichen, tiefen Rhodes um das jazzige Viervierel-Korsett wickelt. Andere Tracks hingegen erinnern – auch wenn die Musiker solcher Vergleiche weitgehend überdrüssig sind – an das Frühwerk eines Floating Points (»Straight & Arrow«, »Kenny Rolls One«) oder Gold Panda (»For Karme«), deren Alleinstellungsmerkmale FaltyDL aber nicht zu erreichen vermag. Was bleibt ist dennoch ein gutes Album, dem man ein Ohr leihen sollte. Allein dem Albumhighlight wegen.

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